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Gemeinsamer Gottesdienst bei strahlendem Sonnenschein

 

Ein Zeichen in Zeiten der Abgrenzung haben die katholischen Kirchengemeinden der Seelsorgeeinheit 4 gesetzt. Aus den Rottweiler Kerngemeinden Heilig Kreuz, Auferstehung Christi, sowie der italienischen, kroatischen und polnischen muttersprachlichen Kirchengemeinde kamen die Gottesdienstbesucher auf den Berg nach Auferstehung Christi. Dort feierten sie auf der Wiese hinter der Kirche bei strahlendem Sonnenschein einen beeindruckenden Gottesdienst, der in diesem Jahr von den muttersprachlichen Gemeinden vorbereitet und von Jugendlichen aus allen Gemeinden der Seelsorgeeinheit musikalisch gestaltet worden war.


Politische Statements sprechen zur Zeit eher von Abgrenzung und Nationalismus. Dass in Christentum und Kirche die Zeichen anders stehen, haben das Vorbereitungsteam mit einer liebevoll vorbereiteten Kindergeschichte vom Viertelland gezeigt. Der andere ist nicht Konkurrenz und Gegner, wie Gemeindereferentin Gabriele Leibrecht sagte, sondern bereichernder Freund, der die Welt ein wenig bunter mache. In diesem Sinne sehe auch Jesus alle, die als Kinder Gottes leben, als große Glaubensfamilie. Auch in den vielen verschiedenen Sprachen, in denen die Fürbitten gehalten worden sind, von Polnisch über Kroatisch, Italienisch bis hin zu Nigerianisch und natürlich Deutsch, wurde die Vielfalt von Kirche deutlich, und selbstverständlich wurde der Gottesdienst auch in die Gebärdensprache übersetzt. Dass die muttersprachlichen Gemeinden mittlerweile als nicht mehr wegzudenkenden als Teil der Gemeinden wahrgenommen werden, wurde sichtbar in dem Baustein, den sie gemeinsam gestaltet hatten und mit dem nun das, vor wenigen Wochen begonnene Kirchenmodell weitergebaut werden kann.
Im Anschluss an den Gottesdienst ging das bunte Miteinander weiter. Das kulinarische Angebot erstreckte sich von Cevapcici aus Kroatien bis zu Krakauer Würsten aus Polen. Musikalisch umrahmt wurden die Gäste von einem Chor aus Italien, der mit sommerlichen Liebesliedern den Süden auf den Berg holte.
Last but not least erfuhren die Gemeinden in diesem Gottesdienst auch den mit Spannung erwarteten Namen des neuen leitenden Pfarrers der Seelsorgeeinheit. Timo Weber ist zur Zeit noch Pfarrer in der Seelsorgeeinheit Donau-Heuberg im Dekanat Tuttlingen-Spaichingen und wird die Nachfolge von Pfarrer Martin Stöffelmeier antreten. Desweiteren wurde Frau Maria Angela Mariano mit einer Urkunde des Bischofs für 25 Jahre Dienst als Gemeindereferentin geehrt. Darin bedankte er sich für ihren Einsatz und wünschte ihr für das weitere Wirken viel Erfolg.
Michael Becker