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Den Störchen geht es nicht an den Kragen

 


Derzeit wird am Turm der Auferstehung-Christi-Kirche ein Baugerüst hochgezogen. Der Kopf des Turmes muss dringend saniert werden. Viele Beobachter dieser Vorarbeiten fragen schon ganz besorgt, was mit dem Storchennest geschieht.
Gleich vorweg: Das Nest liegt an seinem alten Platz wenn die Störche aus ihrem Winterquartier zurückkommen.
Um die Störche nicht zu stören, wurden die Arbeiten extra auf den Winter verlegt. Wenn der Turm eingerüstet ist beginnen die Reparatur- und Sanierungsarbeiten. Dafür muss das Nest als Ganzes heruntergenommen werden, da es direkt auf dem Beton aufliegt. Bis Ende Januar 2020, wenn die ersten Störche in die Region zurückkommen, soll eine Unterlage an gleicher Stelle geschaffen werden, eine Art liegendes Wagenrad. Mit einem Durchmesser von 1,40 m und einem leichten Rand von etwa 7 cm Höhe nimmt es dann das von den Störchen in diesem Jahr gebaute Nest auf. Zerstörungen am Nest, die bereits durch die Jungstörche selber oder durch Krähen, Raben und Tauben verursacht wurden oder beim Herunternehmen durch Menschenhand entstanden sind, reparieren die Störche selber wieder. Das Nest wird von ihnen sowieso neu hergerichtet.
Frau Lioba Nemetz vom beauftragten Architekturbüro Löffler in Rottweil-Bühlingen hat mit dem Bauherren in Person von Herrn Andreas Schmötzer von der Gesamtkirchenpflege, Herrn Joachim Gommel vom Amt für Bau- und Naturschutz beim Landratsamt Rottweil und dem Storchenbeauftragten Manfred Bartler vom Landratsamt Schwarzwald-Baar die Vorgehensweise abgesprochen und so alle Entscheidungsträger gehört.
Übrigens: Herr Bartler konnte die Jungstörche dieses Jahres auf dem Turm von Auferstehung-Christi nicht beringen. Trotz zuvorkommendster Hilfe durch die Feuerwehr Rottweil, wie Bartler ausdrücklich betont, schafften sie es nicht, mit der neuen Leiter an das Nest heranzukommen. Es fehlten nur wenige Meter.

 

 



 

Foto: Berthold Hildebrand
Das Gerüst wird bis zum Nest hochgezogen. Man sieht Schäden am Turm und rechts oben das Nest.