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50 Wünsche für 50 Jahre

 

Die Kirchengemeinde Auferstehung Christi wurde in diesem Jahr 50 Jahre alt, eigentlich ein Grund zum Feiern. An der Sommersonnenwende am 21.06. sollte das Fest stattfinden, denn an diesem Tag vor genau 50 Jahren war die Kirche geweiht worden. Aus bekannten Gründen ging das nicht und musste verschoben werden. Und dennoch: Geburtstagswünsche konnte die Jubilarin entgegennehmen.
Quer über den Altarraum war über Wochen hinweg eine Leine aufgespannt worden, gut sichtbar für jeden Gottesdienstbesucher. Am Eingang der Kirche fand sich auch die Erklärung dazu und die Einladung, selbst einen Wunsch zu formulieren, auf eine Glückwunschkarte zu schreiben und zum Aufhängen in einen Korb zu legen. Nach vier Wochen nun werden die Wünsche gesammelt. Da sind einige Hausaufgaben dabei, die der Gemeinde mit auf den Weg gegeben werden: „An die Hecken und Zäune zu gehen" sprich die Menschen am Rand der Gemeinde einzuholen, auf die Jugendlichen zuzugehen, einladend für Außenstehende zu sein, lebendige Gottesdienste zu feiern und und und. Die Sehnsucht ist groß, in unserer anonymen schnelllebigen Welt einen Ort zu haben, an dem man willkommen ist, ohne etwas zu bringen, Menschen zu treffen, die auch in schlechten Zeiten nach einem sehen und Antwort auf die eigenen Fragen zu finden.
Sichtbares Zeichen für diese lebendige Kirche war das Kirchenmodell aus Styropor, das - inclusive der gemeindeeigenen Störche - ebenfalls im Altarraum zu sehen war, erstellt aus Bausteinen, welche von einzelnen Gemeindegruppen gestaltet worden waren.
Die Wünsche werden in den kommenden Tagen eingesammelt und werden dem Kirchengemeinderat übergeben werden. Dieser hatte sich vor kurzem konstituiert und die ersten Fäden geschlagen. Denn nach dem Jubiläum ist vor dem Jubiläum. Ob in 50 Jahren, beim 100-jährigen statt 100 unerfüllter Wünsche die Gemeindeglieder wunschlos glücklich sein werden, sei dahingestellt. Auf jeden Fall wird daran gearbeitet.
Michael Becker

 

Foto: Roland Zimmerer

Fast ein Symbol: Auf der Wiese, welche einst für ein Gemeindezentrum vorgesehen war, postierte sich der neue Kirchengemeinderat von Auferstehung Christi für das Gruppenfoto.