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"Mut tut gut" - Königin Esther

 

Ökumenische Kinder-Bibelwoche über Königin Esther

 

 

In einem ökumenischen Gottesdienst in der Auferstehung-Christi-Kirche mit Pfarrerin Gabriele Waldbaur und Gemeindereferentin Sigrun Mei stellten die Mitwirkenden der Kinderbibelwoche Rottweil der Gemeinde vor, was sie in den drei Tagen zuvor auf ihrer „Reise in die Längstvergangenheit" rund um die Geschichte der alttestamentlichen Königin Esther erfahren und erlebt hatten.

 

 

Kantor Johannes Vöhringer hatte für diese Tage drei Singsprüche über Bibelworte von der Geborgenheit des menschlichen Lebens komponiert, die dann im Gottesdienst gemeinsam gesungen wurden. Auch die Hauptfiguren des Theaterstücks traten auf, das für die etwa 100 teilnehmenden Kinder an den drei Tagen jeweils einen Abschnitt der dramatischen Esther-Geschichte vor Augen geführt hatte. Das jüdische Mädchen Esther war zur schönsten aller Frauen erklärt und als neue Königin am persischen Hof des Ahasveros in Susa bestimmt worden. Zusammen mit ihrer ganzen Volksgruppe sollte sie von dem machtgierigen und vor nichts zurückscheuenden Minister Haman ausgelöscht werden, weil ihr Onkel Mordechai sich dem Machtwillen des Ministers nicht gebeugt hatte. Doch Esther konnte aus ihrem Glauben heraus die Zuversicht und den Mut finden, den König um Schonung zu bitten, und es ergab sich sogar, dass der fiese Geselle selber seinen verräterischen Gedanken zum Opfer fiel.

 

 

Pfarrerin Waldbaur zeigte in ihrer Predigt auf, dass manchmal die Gegenwart Gottes gerade dort zu spüren ist, wo man nicht damit rechnet, und dass deshalb jeder an seinem Platz schauen solle, wo er seinen Mitmenschen zur Hilfe werden könne.

 

 

Die Kinder hatten aber in den Bibelwochen-Tagen nicht nur die Esther-Geschichte erfahren, sondern auch Musikinstrumente und persische Blasrohre gebastelt, und auch Gebäck und feine Speisen hergestellt für das abschließende Fest; andere versuchten im „Labyrinth von Susa" , das auf einer Wiese im Freien angelegt war, den richtigen Weg zu finden oder in israelischen Tänzen ein großes Stück Lebensfreude zu entdecken. Auch Reporter eines „Klatsch-Blattes" waren unterwegs, um die wichtigen Ereignisse festzuhalten oder auch die interessant-unwichtigen Randgeschichten zu entdecken , zum Beispiel , wie der König beim zornigen Wegwerfen eines Gegenstandes beinahe die Lampe von der Decke geholt hätte. Zum Mitnehmen nach dem Gottesdienst konnten alle Kinder dann eine frischgedruckte Kinderbibelwochen-Zeitung erhalten.

 

 

Am Abschlusstag wurde ein großes Fest gefeiert, das dem jüdischen Purim-Fest nachempfunden war und mit leckeren Speisen, fröhlichen Reigen und selbstgebastelten Masken viel Freude machte.

Die Gemeinde dankte den etwa 20 Mitarbeitern und Helfern für die eingebrachte Zeit und Phantasie mit einem langen Applaus, und alle waren sich einig, dass es hoffentlich im nächsten Jahr wieder eine ökumenische Kinderbibelwoche in Rottweil geben möge.