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Ostern 2021 in Auferstehung Christi

 

(PM/MB) Für die Gemeinde Auferstehung Christi ist Ostern immer etwas Besonderes. Die Rottweiler katholischen Kirchen begleiten Jesu Weg des Sterbens (Heilig Kreuz), des Todes (Ruhe Christi) und eben der Auferstehung. Von daher ist das ohnehin höchste Fest der Christenheit für die Gemeinde Auferstehung Christi auch Namenstag und Patrozinium.
Was sonst mit nächtlichem Empfang, großer Eierverlosung und viel Begegnung gefeiert wird, musste dieses Jahr stiller, andächtiger, besinnlicher begangen werden - aus bekannten Gründen. Und dennoch waren die Gottesdienste geprägt von einer großen Innerlichkeit und darin auch Festlichkeit.
Musste das Osterfeuer ganz ohne Bewunderer auskommen, da die Besucher - um die hygienische Distanz zu wahren - bereits in der dunklen Kirche warten mussten, konnten sie das Spiel von Licht und Dunkelheit - die am Feuer entzündete neue Osterkerze erhellt als einzige Lichtquelle die dunkle Kirche - weitaus intensiver erleben als sonst. Die Osterkerze wurde auch dieses Jahr wieder von Gemeindeglied Angelika Probst künstlerisch gestaltet - einzigartiger als jemals zuvor.
Als in der dunklen Kirche die ersten an die Gemeinde gerichteten Worte - der Schöpfungsbericht der Genesis - auf italienisch erklang, hatte auch dieses Charakteristikum der Gemeinde seinen selbstverständlichen Platz im Gottesdienst gefunden. Die Internationalität der Gemeinde als Heimat der Einheimischen, der italienischen und der polnischen Gemeinden zog sich durch den gesamten Gottesdienst.
Die Osternacht wurde musikalisch durch Ehemalige der Mädchenkantorei gestaltet unter Verwendung für den Gottesdienst aufgenommener Videoaufnahmen der Mädchenkantorei Auferstehung-Christi. Diese unterstrichen durch ihre Präzision noch die Innerlichkeit der Liturgie.
Höhepunkt und Besonderheit ist alljährlich der Dialog zwischen dem Gemeindevorstand, hier Pfarrer T. Weber und den Gottesdienstbesuchern, wenn sie seine Fragen nach ihrem Glauben beantworten und somit ein Zeugnis über ihre eigentliche Mitte abgeben.
Ganz anders war dann der Hauptgottesdienst am Ostersonntag geprägt. Pfarrvikar Florian Störzer deutete der Kirchengemeinde das Ostergeschehen für die heutige Zeit und zeigte den Zuhörern auf, dass Auferstehung Ausdruck für eine dem Leben zugewandte Spiritualität ist.
Musikalisch wurde dieser Gottesdienst gestaltet von einer Schola aus den Familien Mink, Marcel Raffoul, Julia Bernhard und den Instrumentalisten Georg Bacher, Volker Braun, Volker Bucher und Martin Heinrichs, an der Orgel selbstredend Eckhard Graeff. Höhepunkt war das Halleluja von Händel- eigentlich für einen Chor mit zahlreichen Stimmen geschrieben - das von der Schola souverän und eindringlich vorgetragen wurde.
Die in der Kirche versteckten Schokoladenosterhasen waren im vergangenen Jahr noch als Trostaktion für die ausgefallenen Gottesdienste gedacht, waren dieses Jahr schon fast erwartet worden.
Durch die Pandemiesitutation gestalteten sich die Ostergottesdienste in unspektakulärer, ohne beeindruckende Aktionen, aber vielleicht auch gerade dadurch inniger und innerlicher, wie eine Rückkehr zur eigentlichen Mitte. Dass sie sich dieser vergewissert hatten, spürte man in der stillen Freude der Gemeindeglieder.
Michael Becker

 








Fotos:

Roland Zimmerer