Carnevale mit Narrenmarsch - Fasnetsgottesdienst in Auferstehung Christi

 

 

Einen ganz besonderen Fasnetsgottesdienst erlebte die Gemeinde Auferstehung Christi gemeinsam mit der italienischen Gemeinde. Fasnet ist die Zeit, in der so manche Grenze übersprungen werden darf und ausprobiert wird, was sonst nicht so üblich ist.
So wurden in Auferstehung Christi gleich mehrere Grenzen übersprungen: Zelebriert wurde der Gottesdienst von dem neuen Seelsorger der italienischen Gemeinde, welcher wiederum aus Nigeria stammt. Standesgemäß in Reimform wurde er von Maria Angela Mariano auf italienisch und deutsch vorgestellt. Der Gottesdienst wechselte permanent zwischen italienisch und deutsch, aus dem Munde des Priesters mit einem herrlichen englischen Akzent hin und her und wurde zum Ende hin zunehmend fastnachtlicher. Erste Juchzer begleiteten die Musik, die Lieder wurden immer rhythmischer und spätestens nach der Kommunion war die Gemeinde nicht mehr zu bremsen. Zum Rottweiler Narrenmarsch, von Eckard Graeff, wieder meisterlich an der Orgel interpretiert, juchzten deutsche und italienische Narren und begrüßten den herbeigeeilten Pfarrvikar Jürgen Rieger, welcher dann die Gemeinde mit einer stilechten und liebevoll gereimten Fasnetspredigt glückselig stimmte. Der Narr sei der einzige, der auf glattem diplomatischem Parkett die Wahrheit sagen dürfe und das täte der Kirche 50 Jahre nach der Erneuerung durch das Zweite Vatikanische Konzil wieder gut. Zahlreiche Juchzer anwesender Narren bekundeten ihre Zustimmung.
Spätestens beim Auszug mit Narrenmarsch war auch der nigerianische Zelebrant von der Rottweiler Fasnet angesteckt, die italienischen Rottweiler kennen ihn ohnehin schon in- und auswendig. Rundum ein gelungener Gottesdienst, was die Mitfeiernden auch langanhaltend honorierten.
Michael Becker

 

 

Foto: Roland Zimmerer