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Nahrung für die Seele- Bücher können Leben retten

 

Manfred Lütz, Der Skandal der Skandale
Die geheime Geschichte des Christentums

 

 

 

Zugegeben, als ich den Titel das erste Mal las, da dachte ich mir, schon wieder so ein Buch, das die geheimen Verbrechen der Kirche aufdeckt und Ungeheuerliches aus den Verliesen des Vatikans hervorholt. Andererseits kannte ich Manfred Lütz von von solch großartigen Büchern her wie „Gott. Eine kleine Geschichte des Größten" oder „Der blockierte Riese" oder zuletzt „Als der Wagen nicht kam", eine bewegende biographische Geschichte über einen Katholiken im Dritten Reich. Und als ich dann in der Einführung las: „unter Mitwirkung des Kirchenhistorikers Arnold Angenendt", welchen ich aus meinem Theologiestudium in Münster her kannte, war ich restlos neugierig geworden. Da musste mehr dahinter stecken. Und das tat es dann auch: Lütz geht durch 2 000 Jahre Christentum hindurch, lässt von Christenverfolgung, über Kreuzzüge, Hexenwahn und Judenprogrome wirklich nichts aus, aber hebt beeindruckende Dinge zutage und lässt Vieles in einem neuen Licht sehen. Jetzt, wo ich am Ende des Buches angekommen bin, kann ich sagen, ich brauche mich als Katholik nicht zu verstecken, ganz im Gegenteil, ich kann mich stolz dazu bekennen. Denn von der Menschenwürde, Demokratie, Freiheit bis zur Emanzipation der Frau verdankt sich vieles dem Christentum in katholischer Provenienz.


Doch, das Buch lohnt sich, es ist fast eine Art Therapie für die geplagte Katholikenseele, auf jeden Fall Aufklärung im besten Sinne.


Michael Becker

 

Manfred Lütz, Der Skandal der Skandale, Die geheime Geschichte des Christentums, Herder-Verlag 2018.

 

 

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