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Die Krippe in der Auferstehung-Christi-Kirche

 

Für die neu erbaute, 1970 geweihte Auferstehung-Christi-Kirche wurde auf Beschluss des Kirchengemeinderates eine Krippe in Auftrag gegeben, die zu Weihnachten 1972 erstmals vollständig aufgestellt wurde. Anni Heckmann (1912-1982), Rottweil, schuf die Figuren, die aus Holz-Leim-Masse modelliert, farbig bemalt und mit Gewändern aus kaschiertem Stoff bekleidet sind. Die Krippenarchitektur gestaltete Ulrich Scheller (geb. 1949) aus Schramberg.

 

 

Die künstlerische Gestaltung ermöglicht vielfältige Assoziationen. Man kann sich an Darstellungen aus der kunstgeschichtlichen Tradition erinnert fühlen, zum Beispiel durch die lebendige Gestaltung von Gesichtern und Händen. In den bewegten Faltenwürfen und kostbaren Stoffen der Gewänder kommen Natürlichkeit und die Besonderheit des Ereignisses zum Ausdruck.

 

Das Geheimnis der Menschwerdung Gottes wird in der innigen Beziehung zwischen Mutter und Kind und den liebevollen, freundlichen Gesichtern den Betrachtenden nahegebracht. Die Architektur lässt an den Stall von Bethlehem denken, der an eine römische Mauer gebaut ist. Die umgebende Landschaft schließt mit dem Blick auf eine orientalische Stadt in der Ferne ab. Die Hütte erinnert aber auch an die Behausungen armer Leute in den Randbezirken von modernen Großstädten. Dadurch kann deutlich und sinnenfällig werden, dass die Geburt Jesu ein historisches Ereignis ist, dessen Wirkung und Bedeutung aber alle Zeiten umfasst und auch für Menschen unserer Zeit aktuell ist.

 

Nach dem Tod der Künstlerin wurden die Figuren Jahr für Jahr von deren Tochter Veronika Hageloch, geb. Heckmann, und ihrem Mann Eberhard Hageloch aufgestellt. Von 1985 bis 2006 war in der Adventszeit die Szene der „Verkündigung" zu sehen mit einem Verkündigungsengel, den ebenfalls Anni Heckmann geschaffen hat und der sich in Privatbesitz befindet. Die ursprüngliche Kastenkrippe konnte nach dem Umbau der Kirche und dem Einbau neuer Heizungsschächte nicht mehr an ihrem ursprünglichen Platz an der Rückwand der Kirche aufgestellt werden.

 

Ein neuer Platz wurde gefunden an der linken Seitenwand in einer Nische, in der sich früher ein weiterer Beichtstuhl befunden hatte. Allerdings musste dazu der Krippenkasten verkleinert werden, das ursprüngliche Krippenhaus blieb aber erhalten und auch Teile der landschaftlichen Umgebung. Ulrich Scheller und sein Sohn Urs (geb. 1981) nahmen die Umgestaltung von Kasten und Krippenarchitektur vor, so dass 2006 die neue Krippe ihre Aufstellung finden konnte.

 

Die Gestaltung der Figuren durch Anni Heckmann ist im Grunde die verkleinerte Fassung von größeren, über 50 cm großen Figuren, die zu Weihnachten 1950 für die damalige Eucharistiner-Kapelle in der Königstraße geschaffen worden waren. Diese Figuren mit entsprechend großformatigem Krippenhaus, weiter Landschaft und zahlreichen zusätzlichen Figuren, wie z.B. einem Chor von Engeln und der Königin von Saba im Gefolge der drei Weisen, konnten wegen ihres Formates nicht in die Auferstehung-Christi-Kirche übernommen werden. Daher war es notwendig, neue Figuren zu gestalten, die im Stil den älteren sehr ähnlich sind. In der erneuerten Kastenkrippe hat nun die Szene der Geburt Jesu mit der Anbetung der Weisen ihren festen Platz gefunden und erfreut jedes Jahr zur Weihnachtszeit die Besucherinnen und Besucher der Auferstehung-Christi-Kirche.

 


Kontakt

Pfarrbüro

Dagmar Hezel

Im St. Michael 1

78628 Rottweil

Tel.: 0741 / 15082
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