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Der Taufbrunnen von Siegfried Haas

 

Der Taufbrunnen stand ursprünglich in der Kirche beim Eingang in der Taufkapelle, die in ihrer Anlage als großes Becken daran erinnert, dass in den ersten Jahrhunderten durch Untertauchen getauft wurde. Taufe ist Aufnahme in die Kirche, in die Gemeinschaft der Glaubenden. Am Eingang empfängt der Priester den Täufling. Dort vermittelt er im Auftrag Christi aus dem Brunnen lebendigen und lebensspendenden Wassers göttliches Leben, eröffnet er den Anfang eines Lebens mit Gott.

 

Der Taufbrunnen kann aber auch seinen Platz im Chorraum neben dem Altar haben, nicht nur, weil das Konzil von Zeit zu Zeit im Gemeindegottesdienst eine Tauffeier wünscht, sondern auch zur Akzentuierung der beiden wichtigsten Heilszeichen in unserem christlichen Leben: Taufe und Eucharistie. In diesem Sinne wurde das Taufbecken mit dem Umbau und der Wiedereinweihung im Jahr 2000 in die Nähe des Altars mitten hinein in die Gemeinde gerückt.


Der Deckel unseres Brunnen des Lebens ist künstlerisch meisterhaft gestaltet mit großem Verkündigungswert. Die obere Hälfte der Abbildung besteht aus sanften, abgerundeten Elementen. Die untere Hälfte ist ausgefüllt mit harten, starren einander durchkreuzenden Linien. Von oben träufelt etwas in Form kleiner runder Kügelchen in den unteren Bereich. Lesen wir auf der Titelseite den Text aus der Pfingstsequenz (Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt, lenke, was den Weg verfehlt, komm herab, o heiliger Geist), so werden wir an die Wirkungen des Heiligen Geistes erinnert, der uns in der Taufe ebenfalls geschenkt wird.


Wenn wir uns dem Wirken des Gottesgeistes öffnen, dann wird er Wärme, Menschlichkeit und Liebe in die Härte und Kälte unseres Lebens bringen können. Erstarrte Formen vermag er mit neuem Leben zu füllen. Verhärtete Fronten kann er aufbrechen und Verständigung und neue Formen menschlichen Zusammenlebens ermöglichen.


Erinnern wir uns daran, wenn wir beim Betreten der Kirche uns mit Weihwasser bezeichnen. Wenn man offen bleiben will für Gottes Geist, dann kann man sich nicht oft genug vor Augen halten, was er in uns und durch uns in der Welt erreichen will. Seien wir seine gefügigen Werkzeuge.

 

Siegfried Neubrand im Gemeindebrief die Brücke 77/2

 


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