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Ein Rottweiler Bilderrätsel jetzt gelöst

 

 

Aus der Auferstehung-Christi-Gemeinde kam vor gut einem Jahr der Anstoß: Was wisse man denn über die acht Glasfenster in der "Beichtkapelle" im weitläufigen Gelände von St. Antonius. Sie zeigen Szenen aus dem Leben des Ordensgründers Franziskus und sind offenbar von einer einzigen Künstlerhand gemalt worden.

 

Eine Spur ergab sich schnell, nach Riedlingen an der Donau. Dort waren die Franziskaner bis 1956 mit ihrem Internat gewesen und dann hierher nach Rottweil gezogen. Bald fiel auch der Name Albert Burkart, "Malerprofessor", Ehrenbürger in Riedligen und dort 1898 geboren.

In der Hauptsache nahm der Riedlinger Konsthistoriker Winfried Aßfalg die Spur der Glasbilder auf - und wurde bald fündig. Jetzt also, nach einer Publikation von Aßfalg, weiß man: In Rottweil hängen acht von insgesamt 16 Glasbildern des Albert Burkart, die anderen sind verteilt in der Franziskanerprovinz, wohin eben die Patres und Brüder von Rottweil aus hingezogen waren: nach Weggental, Fulda, Großkrotzenburg. Burkart hatte sie 1947/48 in Riedlingen für die Franziskaner gemalt und in Rottweil bei der Firma Derix herstellen lassen. Jetzt also, nach gut einem Jahr Suche, ist das Rottweiler Bilderrätsel gelöst. Man kann sich an den hier noch verbliebenen acht Franziskus-Bildern in der "Beichtkapelle" erfreuen. Ein Infoblatt hilft dabei.

 

Werner Kessl, November 2013

 

Quelle der Bilder: Winfried Aßfalg, Ziegelhütte Reichsarbeitslager Studienheim, Riedlingen 2013